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Franz Weinzettl  
Franz Weinzettl
Hermann-Lenz-Preis 2005
"Es ist eine Geschichte für alle … formvollendet … keiner von uns hat das geschafft", schreibt Peter Handke über Franz Weinzettls meisterhafte Debüterzählung ("Auf halber Höhe"). Weinzettl zeichnet darin auch, was viele erlebten, die ein paar Jahre ihres Lebens auf Hochschulen verbracht haben: Eingesponnensein in sich selbst, Kontaktverlust zu nahestehenden Menschen und immer wieder Zweifel am Sinn dessen, was man sich anstudiert hat. Allmählich erst findet Wagner, der Held der Erzählung, zu Offenheit und Vertrauen zurück und vermag es so, der unglücklichen Liebesgeschichte mit sich selbst ein Ende zu setzen. Mit neuer Kraft des Erfindens und Empfindens gelingen ihm die ruhigen Blicke auf die Natur, die Landschaft seiner Herkunft, die Mutter, und er erfährt eine Art zweiter Kindheit - es ist zugleich ein Nachholen und ein Neubeginn, ein neuer Durchbruch zum Leben. Ein sanftes Buch. Ein Buch vom Erwachsenwerden, vom wachsenden Selbstvertrauen. (Klappentext zu "Auf halber Höhe", Edition Korrespondenzen 2003, darin auch zwei Briefe von Peter Handke an Franz Weinzettl)

Der Hermann-Lenz-Preis geht 2005 an
Franz Weinzettl

Der Hubert-Burda-Preis für junge osteuropäische Lyrik 2005 geht an
Igor Bulatovsky
Julia Fiedorczuk
Ana Ristovic

Hermann-Lenz-Stipendien gehen an
Martina Hefter
Gerhild Steinbuch
Andrea Winkler

Die Preisverleihung fand am 11. Juni 2005 im Schlosses Halbturn in Niederösterreich statt.
Der Jahreskreis der Anna Neuherz
 
Die Jahreszeiten, die zwölf Monate des Kalenders. Der Chronologie des Jahreslaufs folgend, erzählt Franz Weinzettel so liebevoll wie genau das Werden und Vergehen in der Natur, wie es sich Tag für Tag, Nacht für Nacht ereignet. Und inmitten dieses zyklischen Geschehens: Anna Neuherz, eine alte Frau, die, weil gleichsam eingeweiht in das Geheimnis der Natur, allmählich, unspektakulär, aus dem Bann von Zeit und Geschichte getreten ist.
Hinschauend, betrachtend und aufnehmend hat Weinzettl den weit ausgreifenden Kreis eines Jahres in den kleinen Kreis eines Jahres eines ländlichen Fleckens eingeschrieben. Mit Aufmerksamkeit, Sensibilität und Liebe zu den Dingen (als unausgesprochene Voraussetzung für die Liebe zu den Menschen) sieht es dies alles an, mit großen Augen, fern jeder falschen Idylle.
Nach Erscheinen der Erstausgabe von Der Jahreskreis der Anna Neuherz (1988) schrieb Hermann Lenz: „Jede Zeile Ihres neuen Buches macht mir Freude. Darin zu atmet die Natur. Ich lasse mir Zeit, lese langsam, wie sich’s gehört….“