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Mariusz Grzebalskiz
geboren 1969 in Lódz. Studium der Literatur, Philosophie und Polonistik in Poznan, lebt in Kozieglowy kolo Poznania.
In polnischer Sprache liegen die Gedichtbände Negatyw (1994), Ulica Gnostycka (1997) und Drugie dotkniecie (2001) vor. Der zweisprachige Auswahlband Graffiti (polnisch/deutsch, übersetzt von Doreen Daume) erschien 2001 im Verlag Edition Korrespondenzen, Wien.
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Stunden
Ihre Kindheit ist in der Erinnerung zerfallen
wie eine getrocknete Blume.
Von Weiblichkeit
sind lediglich Spuren geblieben.
Sie kann nicht schlafen,
sitzt vor dem Monitor, starrt auf die
Patience, die nicht aufgegangen ist.
In Gedanken betet sie
zu Gott, dessen Namen sie schon längst vergessen hat.
Viele wissen von ihrem Dasein,
wenige machen sich etwas daraus.
Ihre Beine sind monumental wie dorische Säulen geworden.
Das Gesicht -
eine Landkarte früherer Begebenheiten.
Die Fußnägel - kahle Schädel kleiner Geier.
Ihre Gedanken sind wie Watte.
Regnete es, würde sie sagen: "Regen".
Sollte man ihr befehlen das Haus zu verlassen
und sie
in eine unbekannte Richtung fortbringen,
würde sie keinen
Widerstand leisten.
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