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Josef W. Janker
Josef W. Janker wurde am 7.8.1922 in Wolfegg/Oberschwaben geboren.
Der Schriftsteller kann sich gleichzeitig auch Zimmermann, Bautechniker und Schwerkriegsbeschädigter nennen. Seine Texte umfassen Erzählungen, Kurzromane, Feuilletons, Literarische Porträts und Reiseberichte, für die er zahlreiche Preise erhielt.
Darunter sind die Ehrengabe der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (1974), das Jahresstipendium Baden-Württemberg (1980), und auch das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse (1999).
Josef W. Janker ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland. Er hatte auch Lesungen in der legendären Gruppe 47. 1988 veröffentlichte der Gessler Verlag Friedrichshafen eine vierbändige Werkausgabe. Das beherrschende Thema in Jankers Werken: der zweite Weltkrieg und die Folgen für den Einzelnen.
Werke:
- Aufenthalte, Suhrkamp, Frankfurt 1967
- Der Umschuler, Suhrkamp, Frankfurt 1971
- Mit dem Rücken zur Wand, Erzählungen, Suhrkamp, Frankfurt 1964
- Werkausgabe, 4 Bde., hrsg. vom Literatur-Archiv Oberschwaben, Gessler, Friedrichshafen
- Zwischen zwei Feuern, Kiepenheuer & Witsch, Köln 1960, TB Suhrkamp, 1986
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Denken als Fingerübung, Denken als Notwehrakt, eine verschüttete Regung von zivilem Instinkt, rasch niedergeknüppelt von der erstbesten Notdurft.
Sein untrainiertes Gehirn braucht wohl massivere Anstöße als die Gewissens-Skrupel, die ihn zeitweise befallen wie eine Unpäßlichkeit. Die Empfindung von Verlusten, das Gefühl wachsender Leere, nicht aufzuwiegen, bis zur Verzweiflung entschlußlos unter Bewegungszwängen. „Der Schauplatz der Tugend ist das Gewissen!“ (Und das unübersichtliche Schußfeld vor ihm.)
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