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Johannes Kühn
Johannes Kühn wurde am 3.2.1934 als erstes von neun Kindern einer saarländischen Bergmannsfamilie in Tholey - Bergweiler geboren. Er lebt seit seinem zweiten Lebensjahr in Tholey - Hasborn, seit 2002 Ehrenbürger von Tholey. Er ist den Menschen, wie der Landschaft um den Schaumberg, eng verbunden. Für ihn ist nichts vergangen, seine Lebensgeschichte ist von früh an mit der Dorfgeschichte verflochten.
Unter den zahlreichen Auszeichnungen befinden sich der Kunstpreis des Saarlandes (1988), Horst-Bienek-Preis, internationaler Lyrikpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste(1995), Stipendium des Deutschen Literaturfonds (1995/6), Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Homburg (2004).
Er lebt heute in Hasborn (Saarland).
Werke (Auswahl):
- Die Totengruft, Theaterstück (1966)
- Ich Winkelgast, Gedichte (1989, Hanser)
- Gelehnt an Luft, Gedichte (1992, Hanser)
- Leuchtspur, Gedichte (1995, Hanser)
- Wasser genügt nicht, Gedichte (1997, Hanser)
- Mit Raben am Tisch, Gedichte (2000, Hanser)
- Nie verließ ich den Hügelring, Gedichte (2002, Gollenstein-Verlag)
- Ein Ende zur rechten Zeit, Erzählung, (2004 Hanser)
Links:
Johannes Kühn 70 Jahre
Rezension Nie verließ ich den Hügelring
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Lichte Tage
Bis an den letzten Sinn ist das Licht leicht,
das aus den Horizonten strömt
wie ein neues Atmen,
aus den Himmelsfernen
Klarsicht
haucht die Sonne
und das Fließen weißer Seide,
in dem sichtbar wird
der letzte Berg.
Wo du stehst,
hebt dich das Licht
als ein Gewog,
das mit dem Frühling kommt.
Fremd war der Stein
Im Wintergrau,
nun wirkt er wie ein Wesen,
als ein guter Nachbar.
Des Tages Lichtende triffst du wie ein Grab.
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