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Maria Stepanowa
Maria Stepanowa, geboren 1972, lebt in Moskau. Zahlreiche Veröffentlichungen in Periodika und fünf Gedichtbände weisen ihr Können aus. 2005 erhielt sie den Andrej-Belyj-Preis für den Gedichtband "Fisiologija i malaja istorija" (Physiologie und kleine Geschichtskunde). Ihre Poesie ist durch die Rückkehr zum Erzählerischen, das in den vergangenen Jahrzehnten in der russischen Dichtung vernachlässigt war, gekennzeichnet, ohne dabei das Spiel mit dem Wort und Sinn und mehrdeutige Anspielungen aus dem Auge zu verlieren.
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Wie Danae bäuchlings im Kammer-Karzer
Den Regen tönen hört, Schmatzen, Geklopf, Geklapper,
Wohlig blinzelnd (abwegig, nicht verschlafen
Läßt sich ein Gast, der Gold ist),
Hör, in warmer Nacht, im Westen unverhofft
Ächzen vom Tor die Angeln, Schnee fliegt in den Mund,
Und über das Eis schweren Schritts, wie in Sand,
Mit Fuhrwerken Dörfler.
Still ist es? Es ist still. Da war keiner, auch nicht einer.
Der Muster-Mensch liegt zum Schlaf, wie man liegt,
Den Wolkig-Volkenen, Lotterig-Rottenen
Die Evolution untersagend.
Der weibliche Ich-Mensch schliefe auch, aber nein.
Es verzehrt sich nach uns, die so rasch überwächst
Grauhaar, Echsenkleid, Huhnkleid,
Er und schluckt seine Tränen.
aus dem Russischen von Olga Martynowa und Elke Erb
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